Anmeldung zum 52. Hygienekreis

Nur noch ein Klick und Ihr seid beim innovativen Hygienekreis am 20. September 2016 dabei.

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Wir gehen mit der digitalen Zeit. Deshalb werden Sie zukünftig die Einladungen zu den Hygienekreis Veranstaltungen ausschliesslich per E-Mail erhalten. Um die E-Mail-Einladungen zu erhalten, registrieren Sie sich bitte unter dieser Adresse:http://www.3M-net.ch/hk Diese Registration ersetzt die Anmeldung zum Hygienekreis nicht!

Es liegt in unseren Händen

Eine gute Händehygiene kann Leben retten. Eine guten Händedesinfektion ist eine effektive und günstige Methode, um die Übertragung von Keimen zu reduzieren. Wer bis vor kurzem seine Ausbildung im medizinischen Bereich absolviert hat, kennt vermutlich die vom WHO empfohlene Händehygienetechnik. Diese besteht aus 6 Schritten und dauert 30 Sekunden. In einer am Universitätsspital Basel durchgeführten Studie hat man in direkten Beobachtungen eine Compliance von weniger als 10% mit diesen 6 Schritten festgestellt. Eine nachfolgende Studie vom Universitätsspital Basel wurde im April dieses Jahres am European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ECCMID) in Amsterdam,  Niederlanden, präsentiert. In der Studie wurden die 6 Schritte mit einer neuen Version aus 3 Schritten verglichen. Die 3 Schritte der Händedesinfektion haben bezüglich Keimübertragung signifikant besser abgeschnitten als die 6 Schritte.

Das UniversitätsSpital Zürich hat sich dazu entschieden, nicht mehr auf die Händehygienetechnik mit den 6 Schritten zu bestehen. Ab sofort gilt die ‚freie Technik‘, ‚Freestyle‘, wie wir das nennen.

Das geht folgendermassen:

  1. Händedesinfektion_15 3-5 ml Händedesinfektionsmittel (3x Drücken) auf die trockene Haut geben.
  2. Handflächen, inkl. Handgelenke, Fingerkuppen und Fingerzwischenräumen benetzen und einreiben bis die Haut trocken ist.
  3. Desinfektionsmittel einreiben, bis die Hände trocken sind.
  4. Nicht vergessen, auch der Daumen gehört desinfiziert.

Besonders wichtig: vor jedem Patientenkontakt!

Die Händedesinfektion vor Patientenkontakt und vor invasiven Massnahmen schneidet schlechter ab, als die Händedesinfektion nach Patientenkontakt und nach Kontakt mit infektiösem Material. Dies zeigen Beobachtungen an verschiedenen Spitälern, so auch am UniversitätsSpital Zürich. Um den Patienten einen optimalen Schutz zu gewährleisten, ist es jedoch wichtig, auch vor jedem Patientenkontakt eine gute Händedesinfektion durchzuführen.

Händehygiene ist eine Frage der klinischen Exzellenz!

Obwohl vermeintlich banal, ist es eine Herausforderung, sich das so beizubringen, dass keine Momente ‚vergessen‘ gehen. Wer schafft das?

Link zur Studie des Universitätsspital Basel: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25782907

Update: SINAQUA Dermal Glove Outbreak!!

Der Zusammenhang mit Fällen von Burkholderia Infektionen in mehreren Schweizer Spitälern und den mit dem gleichen Keim kontaminierten „SINAQUA Dermal Glove“ Einmalgebrauch-Handschuhen zum Waschen ohne Wasser wurde durch PFGE Typing bestätigt. Mehrere Lots sind kontaminiert. Offenbar wurde jetzt im gleichen Produkt auch Serratia marcenscens gefunden. Ob dadurch Fälle ausgelöst wurden, ist noch nicht klar; aber wir haben in letzter Zeit von Outbreaks mit diesem Bakterium gehört…

Dieses Produkt sollte deshalb nicht mehr verwendet werden, unabhängig von der Lot-Nummer!

Ein Case Reporting Formular wird diese Woche verteilt. Stand by!

Prima, weiter so !

12-07-2016 11-17-06 KopieDas ehrgeizige Ziel, die nosokomialen Infektionen von 8,7% im Jahr 2013 auf 5% im Jahr 2018 zu reduzieren, wird nach wie vor angestrebt. Dazu ist Teamwork gefragt. Das Team der Intensivstation für Brandverletzte hat gleich ein ganzes Plakat zum neuen Hygieneordner gestaltet. Super lässig!!

Wir von der Spitalhygiene freuen uns, dass der neue
Hygieneordner solche Wellen schlägt. Ein grosses Danke an Alle, die so tatkräftig an unserem gemeinsamen Ziel mitarbeiten.

 

 

 

 

SINAQUA™ Dermal Glove Outbreak News

Die Abklärungen zum Ausbruch von Burkolderia cepacia Infektionen im Zusammenhang mit dem SINAQUA Produkt schreiten voran. Swissnoso hilft Swissmedic in dieser Arbeit.

Swissmedic hat eine Medienmitteilung herausgegeben.

Achtung: Der Schweizer Verteiler gd Medical hat das Produkt aber online immer noch gelistet in ihrem Onlineshop (ohne Hinweis)! Auch die Produktionsfirma Carewell hat das Produkt noch immer ohne Hinweis gelistet.

Mikrobiologische Untersuchungen sind im Gang, ob noch andere Produkte der gleichen Firma betroffen sind, wie zum Beispiel SINAQUA Chlorhexidin.

 

#2 Aseptische Arbeitstechnik

Keiner kann sie sehen, diese kleinen Keime und trotzdem sind sie da. Keime sind nicht grundsätzlich schlecht, beim Auftreten an der falschen Stelle, können sie jedoch Böses verursachen. Deshalb ist bei Handlungen wie z.B. einem Verbandswechel oder dem Wechsel einer Infusion, eine aseptische Arbeitstechnik gefragt. Diese Technik zielt darauf ab, eine Kontamination durch Keime von sauberBildschirmfoto 2016-07-04 um 15.00.23en und sterilen Materialien zu verhindern.

Take to Work Message:

  • Händedesinfektion: gehört vor jede aseptische Tätigkeit.
  • Störungsfreier Ablauf: gute Vorbereitung, keine Ablenkung, genügend Konzentration und wichtig; nicht sprechen wenn man sich direkt über der Arbeitsfläche befindet.
  • Hautdesinfektion: Stelle sichtbar feucht machen, Antiseptika eintrocknen lassen -> Einwirkzeit beachten.
  • Schutzmassnahmen: sterile Handschuhe, chirurgische Maske, steriler Mantel und Haube werden je nach Tätigkeit getragen.
  • Steriles Material: wird so geöffnet, das eine Kontamination vom Inhalt ausgeschlossen wird.

ACHTUNG: Ausbruch von Burkholderia cepacia Bakteriämien via SINAQUA Handschuhe?

sinaquaDermalGlove5Es wurde eben bekannt, dass es verschiedene Chargen des Produkts SINAQUA™ der Firma WellCare Industries S.p.A. mit Burkolderia cepacia kontaminiert sind und ein möglicher Zusammenhang mit schweren Infektionen besteht. Abklärungen sind im Gang. Swissmedic ist informiertSwissnoso und die Schweiz. Gesellschaft für Spitalhygiene empfehlen, dieses Produkt ab sofort nicht mehr einzusetzen, bis mehr Informationen verfügbar werden.

Dieses Produkt ist gemäss unseren Nachforschungen nicht im Sortiment des USZ. Wir haben im USZ in den letzten 18 Monaten auch keine Bakteriämien mit diesem Bakterium festgestellt.

Wir werden wieder berichten!