Ebola geht nie mehr weg!

Ich bin im höchsten Masse beeindruckt von der Leistung unseres Spitals. Es ist unglaublich, was in kürzester Zeit alles auf die Beine gestellt wurde, als einmal klar war, dass wir diese Krise beim Schopf packen müssen und ein Ausweichen oder Verlegen nicht möglich sein wird. Allen voran möchte ich dem Spitalhygiene-Team danken, das ohne eine Sekunde zu zögern seit fast dem Beginn der Epidemie 24 Stunden 7 Tage auf Pickett ist, um im Ernstfall innert 30 Minute vor Ort zu sein und zu helfen, wo es nötig ist – auch um Patienten zu pflegen oder zu transportieren. Wir haben ja nicht erst mit dieser konkreten Situation angefangen zu arbeiten – schon bevor irgend jemand ahnte, dass es eine Ebola-Epidemie geben wird, wurden Laborgeräte ausgesucht und getestet, Schutzausrüstung ausprobiert und vor allem die Lokalitäten gesucht und im Dschungel der verschiedenen Interessen, Vorschriften und baulichen Gegebenheiten zu optimieren versucht. Seit die Wahrscheinlichkeit der Hospitalisation eines Ebolapatienten noch wahrscheinlicher geworden ist, haben wir jetzt auch eine Taskforce. Diese Organisation erlaubt kurze Wege der Kommunikation, Entscheidungsfindung und Umsetzung. Es ist wirklich beeindruckend, wie viel in wie kurzer Zeit erreicht werden kann, wenn Menschen mit Expertise und Engagement an einem Strick ziehen!!! Überstunden werden von niemandem in Frage gestellt, wenn es sie denn braucht. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies das USZ ein besseres Spital macht: viele Leute haben sich kennengelernt und zusammen nach Lösungen gesucht. Das wird uns in Zukunft bei vielen Aufgaben nützlich sein, die nur bewältig werden können, wenn verschiedene Berufsgruppen, Abteilungen und hierarchische Ebenen zusammenarbeiten. Danke an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, beitragen und beitragen werden.

Denn Ebola wird nie mehr weggehen – es wird höchstens den Namen ändern. Wir müssen immer damit rechnen, dass irgendeine ähnliche Aufgabe an uns gestellt wird.

Ich bin sehr froh und stolz im USZ zu arbeiten.

Hugo Sax

(Danke, Nadia, dass du an unseren Zuckerspiegel gedacht hast! Das soll uns daran erinnern, zwischendurch immer mal wieder einen Moment Pause einzulegen und durchzuatmen!)

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