Archiv des Autors: Hugo

Stimmen Sie für unser Safety Video!!!

Am 20.-23. Juni 2017 findet in Genf die internationale Konferenz zu Spitalhygiene statt International Conference on Prevention and Infection Control (ICPIC).

Wir haben unser Video «Welcome on board» beim Clip Wettbewerb eingereicht. Es wurde ja bereits über 170’000 mal auf Facebook gepostet und hat allerseits Begeisterung ausgelöst.

Deshalb: bitte geben Sie für unser Video Ihre Stimme ab unter: http://icpic-clip-award.com/en/videos-selected.php

Und das beste: Jede Person kann einmal pro Tag eine Stimme abgeben 🙂

Herzlichen Dank!

May the best win!!!

Die SRF Sendungen zur Infektionsprävention aus dem USZ

„Die Patienten infizieren sich meist mit ihren eigenen Keimen! Wie können wir sie dennoch davor schützen?“

„Infektionsprävention ist eigentlich so einfach! Aber dennoch so schwierig umzusetzen!“

Odette Frey von PULS assistiert bei einer Urinkathetereinlage … da läutet das Telefon. „Was macht sie jetzt mit den Handschuhen, mit der Händedesinfektion?“

„Warum dürfen Spitäler sich selbst überwachen und werden nicht engmaschig vom Staat überwacht bezüglich infektionspräventiven Massnahmen?“

„Wie viele Patienten von 100 bekommen das wichtige infektionspräventive Antibiotikum vor einer Operation zum richtigen Zeitpunkt? Und falls nicht, warum nicht?“

Solche Fragen und mehr wurden aufgeworfen in der PULS Spezial vom Montag, 10. April 2017 „Spitalhygiene: Der Kampf gegen die ansteckende Fahrlässigkeit“ und die Spitalhygiene USZ stand Red und Antwort, nebst viel Filmmaterial von der Front.

Darin ist auch als Innovation kurz der neue Virtual Reality Händehygiene Trainer zu sehen (s. Bild).

Zudem war Prof Sax live gleichentags in der Sendung Treffpunkt im Radio SRF1.

 

Neue Auflage der Swissnoso-Empfehlungen für Creutzfeldt Jakob

Prävention der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und Wiederaufbereitung von Medizinprodukten: gegenwärtiger Stand der Wissenschaft und Empfehlungen für die Schweiz

Swissnoso hat in ihrem elektronischen Bulletin einen neuen Artikel zum Thema „Prävention der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und Wiederaufbereitung von Medizinprodukten: gegenwärtiger Stand der Wissenschaft und Empfehlungen für die Schweiz“ publiziert. Das Bulletin steht Ihnen unter www.swissnoso.ch/bulletin/zur Verfügung.

Die profunde Einfachheit der Umsetzung von wissenschaftlicher Evidenz in die Praxis

AIMD – a validated, simplified framework of interventions to promote and integrate evidence into health practices, systems, and policies

Peter Bragge, Jeremy M. GrimshawCynthia LokkerHeather Colquhoun and The AIMD Writing/Working Group

BMC Medical Research MethodologyBMC series – open, inclusive and trusted 2017;17:38

DOI: 10.1186/s12874-017-0314-8

Eine wichtige Erkenntnis der letzten Jahre ist, dass sich wissenschaftliche Evidenz nicht von selbst ans Bett des Patienten gibt. Das trifft auch und ganz besonders auf die Infektionsprävention im Gesundheitswesen zu. Dass die Evidenz in unserem Gebiet zudem an vielen Stellen sehr dünn ist, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Aus diesem Manko heraus hat sich die Implementierungs-Wissenschaft entwickelt. Eine Vielzahl von theoretischen Modellen ist entstanden aus dieser Forschung, die typischerweise Elemente enthalten wie Leadership, Monitoring und Feedback, involvierte Personen, Change Agents, usw.

Jetzt ist eben eine Publikation erschienen die die unerlässlichen aktiven Elemente der Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die klinische Praxis sehr einfach und prägnant zusammenfasst und als Raster dienen kann, über dieses Gebiet zu sprechen und zu schreiben, das AIMD Framework:

  1. Aims: what do you want your intervention to achieve and for whom?
    Ziele: Was möchtest du mit deiner Intervention erreichen und für wen?
  2. Ingredients: what comprises the intervention?
    Elemente: Woraus setzt sich die Intervention zusammen?
  3. Mechanisms: how do you propose the intervention will work?
    Mechanismus: Wie wird die Intervention das Ziel erreichen?
  4. Delivery: how will you deliver the intervention?
    Umsetzung: Wie wird die Intervention umgesetzt?

Mit Hugo Sax war die Spitalhygiene USZ an dieser Arbeit beteiligt, die hauptsächlich in einem zweitägigen Workshop in Ottawa stattfand.

Design Thinking! 

Situational awareness, das Bewusstsein, wo wir sind und was so abgeht, spielt in der Arbeit eines Teams eine zentrale Rolle. Es geht dabei um die Kommunikation im Team, dass jedes Teammitglied genug über die Sichtweise und Aktivität der anderen Teammitglieder weiss, um optimal handeln zu können und sich mit dem Team verbunden zu fühlen. 

Heute macht unser Team am jährlichen Vision Day eine Design Thinking Bootcamp zu diesem Thema mit Innoveto. Dabei geht es um Systemdesign: Abläufe, Software, Architektur…alles ist designbar. 

Wir berichten. 

Ysabelle Laura Knill hat ihre Masters Thesis fertiggestellt

Die ETH-Studentin Ysabelle Laura Knill hat gestern ihre Masters Thesis zur Händehygiene während der Anästhesieeinleitung in Zusammenarbeit mit Dr Bastian Grande (USZ), Dr Jan Schmutz (ETH), Prof Michael Siegrist (ETH) und der Spitalhygiene USZ zeitgerecht fertiggestellt und eingereicht. Ohne zu viel zu verraten: Es ist eine Herausforderung, in eine sehr dichten, schnellen Tätigkeit Händehygiene sinnvoll und effizient einzubauen und diese konsequent umzusetzen. Aber wir am USZ lieben Herausforderungen! Um diesen Prozess genau zu studieren, hat Ysabelle Videoaufnahmen mit zwei GoPro Acton Cams eingesetzt. Einmal mehr war die Zusammenarbeit USZ-ETH ein Gewinn. Wir danken allen, die teilgenommen haben, nicht zuletzt den vielen Patienten, die uns im Sinne der Patientensicherheit für die Aufnahmen ihr Einverständnis gegeben haben. Stand by for the results!

Bann gegen SinAqua und EasyDerm aufgehoben

Offenbar hat die Herstellerfirma der beiden Produkte SinAqua und EasyDerm die Quelle der Kontamination ihrer Produkte mit Burkholderia cepacia in einer kontaminierten Vernebelungsdüsen der Produktionsanlage lokalisieren und eliminieren können. Swissmedic hat in der Folge den Bann gegen diese Produkte in der Schweiz aufgehoben.

Wir sind gespannt auf die Resultate der Abklärung dieses Ausbruchs in den Schweizer Spitälern, die dieses Produkt angewandt haben. Wir wissen aber schon, dass mehrere Patienten Bakteriämien erlitten haben und ein Patient an einer Infektion mit dem verantwortlichen Keim verstorben ist.

Was an dieser Geschichte besonders nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass eine Aufbringen von Bakterien auf der Haut von Patienten zu Bakteriämien führt. Im Umkehrschluss soll ja das Waschen mit einem solchen Produkt mit Chlorheidin die Bakteriämierate bei IPS-Patienten senken. Wie genau gelangen die Bakterien in den Blutstrom? Warum versagt hier das Immunsystem?